Shapefile in KML umwandeln
Kostenlos, privat und schnell: Alles läuft in Ihrem Browser, Ihre Shapefile-Dateien werden nie hochgeladen.
Shapefile in KML: Warum umwandeln?
KML ist der einfachste Weg, GIS-Daten Menschen zu zeigen, die selbst kein GIS verwenden. Jeder kann die Datei in Google Earth im Web, am Desktop oder auf dem Smartphone öffnen oder in Google My Maps importieren und einen Link teilen. Dieser Konverter macht aus einem Shapefile in Ihrem Browser eine KML-Datei. Er liest das Koordinatensystem aus der .prj-Datei und projiziert nach WGS84 in geografische Länge und Breite um – das einzige Koordinatensystem, das KML zulässt. Die Attribute aus der .dbf-Tabelle bleiben als Daten an jeder Ortsmarkierung erhalten, und Sie bestimmen, welches Feld zum Namen der Ortsmarkierung wird, den Google Earth auf der Karte anzeigt. Laden Sie das Shapefile als ZIP-Datei oder als einzelne Dateien; nichts wird an einen Server gesendet.
So wandeln Sie Shapefile in KML um
- Ziehen Sie eine ZIP-Datei mit Ihrem Shapefile in das Feld oder wählen Sie die Dateien .shp, .shx, .dbf und .prj gemeinsam aus.
- Wählen Sie das Feld für die Namen der Ortsmarkierungen oder überlassen Sie die Wahl der automatischen Erkennung.
- Klicken Sie auf „In KML umwandeln“ und öffnen Sie die heruntergeladene Datei in Google Earth.
Was sich bei der Umwandlung ändert
Immer nach WGS84 umprojiziert
KML-Koordinaten sind per Definition geografische Länge und Breite in WGS84. Shapefiles in einem State-Plane-System, einer UTM-Zone oder einem Landeskoordinatensystem werden anhand der .prj-Datei umprojiziert. Die ursprüngliche Projektion wird nicht in der KML-Datei gespeichert; behalten Sie also das Shapefile, falls Sie sie später brauchen. Fehlt die .prj-Datei und sind die Koordinaten keine Längen- und Breitengrade, werden Sie nach dem EPSG-Code gefragt.
Attributtypen werden zu Text
Jedes Attribut wird als KML-ExtendedData geschrieben, mit einem Schema, das festhält, ob ein Feld Text, eine Ganzzahl oder eine Dezimalzahl ist. Google Earth zeigt jedoch jeden Wert als einfachen Text in der Sprechblase der Ortsmarkierung an, und Datumsfelder werden als Text in der Form 2024/05/01 geschrieben.
Den Namen der Ortsmarkierung wählen
Google Earth beschriftet jede Ortsmarkierung mit ihrem Namen, doch Shapefiles haben selten ein Feld namens Name. Die automatische Wahl nimmt ein Feld namens Name, falls vorhanden, dann ein Textfeld, dessen Name name, title oder label enthält, und sonst das erste Textfeld. Sie können in der Liste auch jedes andere Feld wählen. Alle Attribute werden als Datentabelle in der Sprechblase der Ortsmarkierung angezeigt.
Standardstile
Ein Shapefile hat keine Farben. Punkte erhalten die Standard-Stecknadel von Google Earth, Linien und Polygonumrisse werden rot gezeichnet, Polygone ohne Füllung. Um das in Google Earth Pro zu ändern, klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den Ordner, öffnen die Eigenschaften (auf dem Mac Informationen) und legen Stil und Farbe fest.
Mehrere Shapefiles werden zu einer KML-Datei
Enthält Ihre ZIP-Datei mehr als ein Shapefile, erhalten Sie eine einzige KML-Datei mit einem Ordner pro Shapefile. So lassen sich Straßen, Flurstücke und Points of Interest in Google Earth getrennt ein- und ausblenden.
Über die Formate
Shapefile
Das Esri-Shapefile ist das am weitesten verbreitete GIS-Vektorformat. Ein einzelnes „Shapefile“ ist in Wirklichkeit ein Satz von Dateien mit demselben Namen: .shp enthält die Geometrie, .shx einen Index, .dbf die Attributtabelle, die optionale .prj-Datei das Koordinatensystem und die .cpg-Datei die Textkodierung.
- Benötigt mindestens .shp, .shx und .dbf. Laden Sie die Dateien zusammen oder als eine ZIP-Datei hoch.
- Feldnamen sind auf 10 Zeichen und Textwerte auf 254 Zeichen begrenzt.
- Jedes Shapefile enthält nur einen Geometrietyp: Punkte, Linien oder Polygone.
- Ohne .prj-Datei ist das Koordinatensystem unbekannt.
KML
KML (Keyhole Markup Language) ist das XML-Format hinter Google Earth und Google My Maps und seit 2008 ein OGC-Standard. Neben der Geometrie kann es Stile, Symbole, Ordner und Beschreibungen in HTML enthalten.
- Immer geografische Länge und Breite in WGS84, optional mit Höhe.
- Ordner gruppieren Ortsmarkierungen; jeder Ordner kann bei der Umwandlung zu einem eigenen Layer werden.
- Stile (Farben, Linienstärken, Symbole) sind spezifisch für KML und Google Earth.
Häufige Fragen
Kann ich die KML-Datei in Google My Maps importieren?
Ja. Fügen Sie in My Maps eine Ebene hinzu, wählen Sie Importieren und dann die KML-Datei. My Maps verwendet den Namen der Ortsmarkierung als Titel und zeigt die übrigen Attribute in den Details an. Die Zahl der Objekte pro Ebene ist begrenzt, sehr große Shapefiles müssen daher eventuell aufgeteilt werden.
Was passiert mit Polygonen mit Löchern und mehrteiligen Objekten?
Löcher werden als innere Begrenzungen geschrieben und mehrteilige Objekte als KML-MultiGeometry. Sie sehen in Google Earth also genauso aus wie in Ihrem GIS.
Warum erscheinen meine Daten in Google Earth an der falschen Stelle?
Meist fehlt die .prj-Datei oder sie ist falsch. Prüfen Sie vor der Umwandlung das Koordinatensystem in der Zusammenfassung; entspricht es nicht Ihren Erwartungen, korrigieren Sie die .prj-Datei. Gibt es keine .prj, geben Sie den richtigen EPSG-Code ein, wenn Sie danach gefragt werden.
Bleiben Z-Werte erhalten?
Ja, die Höhen werden in die KML-Datei geschrieben. Google Earth zeichnet die Objekte dennoch auf dem Boden, bis Sie den Höhenmodus in den Eigenschaften der Ortsmarkierung ändern.
Wird mein Shapefile hochgeladen?
Nein. Die Umwandlung läuft in Ihrem Browser, und die Dateien bleiben auf Ihrem Computer.