GeoTIFF in JPG umwandeln

Kostenlos, privat und schnell: Alles läuft in Ihrem Browser, Ihre GeoTIFF-Dateien werden nie hochgeladen.

GeoTIFF in JPG: Warum umwandeln?

Orthofotos, Drohnenkarten und Satellitenszenen werden als GeoTIFFs geliefert, die oft Hunderte Megabyte groß sind und sich weder in einer E-Mail noch in einer Präsentation oder einer Handy-Galerie öffnen lassen. Ein JPG desselben Gebiets ist nur einen Bruchteil so groß und lässt sich überall öffnen. Dieser Konverter macht aus dem GeoTIFF ein JPG und behält die Georeferenz als World File (.jgw) plus .prj-Datei mit dem Koordinatensystem, zusammen in einer ZIP-Datei. So können Sie das JPG weiterhin in QGIS, ArcGIS oder AutoCAD Map 3D laden, und es landet an der richtigen Stelle. 16-Bit- und Gleitkomma-Raster, etwa Höhenmodelle oder Landsat- und Sentinel-Kanäle, werden auf 8 Bit gestreckt, damit sie nicht schwarz sind. Die Umwandlung läuft in Ihrem Browser mit GDAL; die Datei bleibt auf Ihrem Computer.

So wandeln Sie GeoTIFF in JPG um

  1. Ziehen Sie Ihr GeoTIFF (.tif oder .tiff) in das Feld oder klicken Sie, um es auszuwählen.
  2. Prüfen Sie die Vorschau und wählen Sie dann die JPG-Qualität und bei Mehrkanalbildern die anzuzeigenden Kanäle.
  3. Starten Sie die Umwandlung in JPG und laden Sie eine ZIP-Datei mit den Dateien .jpg, .jgw und .prj herunter.

Was sich bei der Umwandlung ändert

So funktioniert das World File

Ein World File ist eine von Esri definierte Textdatei mit sechs Zeilen: die Pixelbreite, zwei Rotationsterme, die Pixelhöhe (negativ, weil die Zeilen nach unten laufen) sowie die x- und y-Koordinate des Mittelpunkts des Pixels oben links. Für ein JPG heißt es .jgw, muss denselben Namen wie das Bild tragen und im selben Ordner liegen. QGIS, ArcGIS und andere GIS-Programme suchen es automatisch, wenn Sie das JPG hinzufügen; das einfache AutoCAD braucht Map 3D oder Raster Design, um es zu nutzen.

Das World File enthält kein Koordinatensystem

Die sechs Zahlen sagen nichts darüber aus, in welchem Koordinatensystem sie stehen. Deshalb enthält die ZIP-Datei auch eine .prj-Datei und eine .jpg.aux.xml-Datei mit dem Koordinatensystem. QGIS liest die .aux.xml von selbst. Wenn ein Programm das Bild richtig platziert, aber ein unbekanntes Koordinatensystem meldet, weisen Sie das auf dieser Seite angezeigte zu, zum Beispiel EPSG:25832, oder importieren Sie es aus der .prj-Datei.

JPG ist verlustbehaftet

JPG verwirft feine Details, um Dateien klein zu halten. Bei Qualität 85 ist der Verlust in Luftbildern kaum zu sehen, aber scharfe Kanten bekommen leichte Säume, und die Pixelwerte ändern sich etwas. Verwenden Sie das JPG nicht für Analysen, Klassifizierungen oder Höhenmessungen; behalten Sie dafür das GeoTIFF und nutzen Sie das JPG zum Ansehen und Weitergeben.

Keine Transparenz

JPG kann keine Transparenz speichern. Drohnen-Orthomosaike haben oft einen transparenten Rand außerhalb des beflogenen Gebiets, und im JPG werden diese Pixel schwarz oder weiß, je nachdem, welche Farbe darunter gespeichert ist. NoData-Bereiche in einem Höhenmodell werden schwarz. Verwenden Sie den Konverter von TIFF in PNG, wenn Sie die transparenten Bereiche brauchen.

16-Bit- und Gleitkommadaten

JPG speichert 8 Bit pro Kanal, daher werden 16- und 32-Bit-Werte auf 0–255 gestreckt, wobei standardmäßig die dunkelsten und hellsten 2 % ignoriert werden. So werden Satellitenkanäle und Höhenmodelle sichtbar, aber die ursprünglichen Zahlen gehen verloren.

Über die Formate

GeoTIFF

Ein GeoTIFF ist ein gewöhnliches TIFF mit zusätzlichen Tags, die angeben, wo auf der Erde das Bild liegt: das Koordinatensystem, meist als EPSG-Code, sowie Position und Größe der Pixel. Es ist das Standardformat für Orthofotos, Satellitenbilder, Drohnenkarten und Höhenmodelle und seit 2019 ein OGC-Standard.

  • Die Georeferenz steckt in der Datei selbst, zusätzliche Dateien sind also nicht nötig.
  • Höhenmodelle und Satellitenkanäle liegen oft als 16-Bit-Werte oder 32-Bit-Gleitkommazahlen vor.
  • Ein Cloud Optimized GeoTIFF (COG) ist ein GeoTIFF mit internen Kacheln und Übersichten für schnellen Zugriff im Web.
  • Kanäle können alles Mögliche enthalten: Rot, Grün, Blau, nahes Infrarot, Höhe oder einen Klassencode.

JPG

JPG (oder JPEG) ist das am weitesten verbreitete Bildformat für Fotos und wird von jeder Kamera, jedem Smartphone, jedem Browser und jedem Bildbearbeitungsprogramm unterstützt. Es komprimiert verlustbehaftet: Die Dateien bleiben klein, dafür geht ein wenig Qualität verloren.

  • Ideal für Fotos; Text und scharfe Linien können unscharfe Kanten bekommen.
  • Keine Transparenz – transparente Bereiche werden zu einer einfarbigen Fläche.
  • Die Qualitätseinstellung wägt Dateigröße gegen Detailtreue ab.

Häufige Fragen

Wird mein GeoTIFF hochgeladen?

Nein. Ihr Browser liest und wandelt es auf Ihrem eigenen Gerät um, unveröffentlichte Vermessungsdaten und Bildmaterial von Kunden verlassen Ihren Computer also nie.

Kann ich das JPG ohne World File bekommen?

Ja. Deaktivieren Sie vor dem Umwandeln die Option für das World File, dann erhalten Sie nur die .jpg-Datei. Ein TIFF ohne Georeferenz ergibt immer ein einzelnes JPG.

Gibt es eine Größenbeschränkung?

JPG erlaubt höchstens etwa 65.000 Pixel pro Seite, größere Raster müssen also in PNG umgewandelt oder vorher verkleinert werden. Dateien bis etwa 200 MB funktionieren normalerweise; die eigentliche Grenze ist der Arbeitsspeicher des Browser-Tabs.

Behält das JPG das Koordinatensystem des GeoTIFFs?

Das JPG selbst kann keines speichern, aber die .prj- und .aux.xml-Dateien daneben schon. Die Koordinaten werden weder verändert noch umprojiziert; das JPG liegt im selben System wie das GeoTIFF.

Warum meldet mein Orthofoto einen Komprimierungsfehler?

Manche großen Orthofotos und Cloud Optimized GeoTIFFs nutzen innerhalb des TIFFs JPEG-Komprimierung, um Platz zu sparen, und die GDAL-Version im Browser kann diese nicht dekodieren. Speichern Sie die Datei in QGIS (über Exportieren, Speichern als) oder mit gdal_translate mit Deflate- oder LZW-Komprimierung neu und wandeln Sie dann diese Kopie um.

Welche Kanäle werden bei einem Satellitenbild verwendet?

Die Kanäle, die in der Datei als Rot, Grün und Blau gekennzeichnet sind, andernfalls die Kanäle 1, 2 und 3. Bei einem Sentinel-2- oder Landsat-Stapel können Sie andere Kanäle wählen, zum Beispiel nahes Infrarot, Rot und Grün für Vegetation.